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Donnerstag, 22. Dezember 2016

Hans, der erfolgreiche Jäger

Linguistik / Namensherkunft

Der männliche Vorname "Hans" ist ein keltgermanisches Hypokoristikum und stammt definitiv nicht vom onomastisch-hebräischen "Jochanan", wie bisher irrtümlich angenommen.

"Hans" ist die abendländisch-nordische Namensgebung für einen guten Jägersmann - so auch für einen Knaben der später von erfolgreicher Jagd leben soll.

" ɦ ʌ ɳ ʈ " (Hant)  = Jagd

" ɦ ʌ ɳ ʈ ə ɾ "   (Hanter)  =  Jager

" ɦ ʌ ɳ t͡s " (Hants / Hans) = Jagers / Jägers;  im Sinne von "Sein ist die Jagd" oder  "Er gehört der Jagd, der Jägerei".

ɦ Stimmhafter glottaler Frikativ / ʌ Ungerundeter halboffener Hinterzungenvokal /  ɳ Stimmhafter retroflexer Nasal / t͡s Stimmloser alveolarer Affrikativ

Obwohl die Jagd auch heute noch im angelsächsischen Raum "Hunt / Hant" genannt wird, steht dort  nunmehr "Jack" für den keltgermanischen "Hants" - und im irischen Raum ist es "Sean" was sich ähnlich wie "John" ausspricht; wobei "Sean" vielmehr für "Spähen" steht und "Jack" für "Rauben". Beides ebenfalls waidmänische Eigenschaften die schlussendlich zur erfolgreichen Jagd beitragen. 

Im francofilen Raum steht "Jean" für "Sean", "Jack" und "Hants/ Hans", was ebenfalls für eine Art Jäger und Aufpasser, Späher steht: "Jeandarm / Gendarme)

Hants (Hans) war der meistverbreitete Namen in allen Alpenländern, West- und Nordeuropa. Heute kommt er am häufigsten auf den Färöern vor, wo die Jagd zumal auf Land-Wassertiere noch immer der Hauptwirtschaftszweig ist neben der Schafzucht.

Allein "Johann" stammt vom hebräischen "Jochanan" ab.