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Mittwoch, 19. Oktober 2011

Synthese

Am Anfang war alles so rein und einfach - doch dann kam der Mensch und trübte mit wirren Gedanken die heile Selbstverständlichkeit - und siehe, alles verklärte sich zur Unkenntlichkeit. Nun ziehen wir aber mit der magischen Feder darüber und formen zurück, was sich vor Angst hat verborgen - denn nur im Suchen liegt das Finden.

Manchmal ist mir einfach so danach, die Büchse zu ergreifen und mit grobem Schrot in die Wolken zu schießen - auf dass es Glückseligkeit regne über die Menschen und ihnen ein Wohl gefalle: das Beregnetwerden mit recycelter Sünde, abgeschossen auf dem Weg zur Hölle - denn die Hölle ist da droben, und der Himmel inmitten der Erde - siehe und höre!

Das Gebot des Verzeihens: Wenn dir einer die Wange schlägt, dann halte ihm auch die andere hin - und wenn er's wieder tut, dann reiße ihm einfach den Kopf ab, denn er will es ja nicht anders!

Drum lasset euch die Haare lang wachsen, denn sie sind Antennen zu den Sternen und zum Puls des Universums - dann streckt die Arme hoch, mit geschlossenen Augen und schickt den Gedanken weit hinaus ins All zum Ursprung aller Dinge - auf dass ihr später träumet in der Nacht wie's war und wie es kommen wird in der schwingenden Spirale des ewigen Daseins.

An was soll ein Mensch denn sonst glauben, wenn nicht an die Kraft der Sonne, den Erdmagnetismus, die Luft und das lebengebende Wasser? Das alleine sind wahre Gottheiten - die Natur in all ihrer herrlichen Vielfalt. Aber niemals einer der da hilflos am Kreuze verreckt oder dessen Vater, der ohnmächtig dabei zuschaut. 

Göttlich ist Allmächtig und sollte nicht einmal annähernd mit Menschlichem verglichen werden - geschweige denn, mit menschlichem Hirn interprätiert oder sogar verstanden werden.